Diagnostik

Diagnostik von Autismus, ADHS, Trauma, Hochsensibilität, Hochbegabung – Der Mensch ist mehr als nur eine Diagnose. 

Sich bes­ser ver­ste­hen
Viel­leicht haben Sie schon lan­ge das Gefühl, anders zu sein. Die Welt inten­si­ver wahr­zu­neh­men, sich anpas­sen zu müs­sen oder schnel­ler erschöpft und über­reizt zu sein. Viel­leicht kos­tet das Leben Sie mehr Kraft als ande­re oder Sie sto­ßen in Bezie­hun­gen und im Kon­takt mit ande­ren immer wie­der an Gren­zen.
Viel­leicht fra­gen Sie sich, ob Sie autis­tisch sind oder ADHS haben – viel­leicht auch bei­des. Sie möch­ten ver­ste­hen, war­um die Welt Sie so schnell über­for­dert, war­um Sie vie­les inten­si­ver wahr­neh­men und füh­len und wes­halb Sie sich selbst manch­mal kaum noch spü­ren.
Viel­leicht haben Sie bereits ver­schie­de­ne Dia­gno­sen erhal­ten – und den­noch fehlt Ihnen ein stim­mi­ges Ver­ständ­nis für sich selbst.
In unse­ren Gesprä­chen geht es dar­um, Fra­gen zu Neu­ro­di­ver­genz genau­er zu klä­ren: Was ist autis­ti­schem Erle­ben zuzu­ord­nen? Was gehört zu ADHS, Hoch­sen­si­bi­li­tät oder Trau­ma­fol­gen? Wel­che Rol­le spie­len Insel- oder Hoch­be­ga­bung? Und wo ver­stär­ken sich die­se Erleb­nis­for­men wech­sel­sei­tig?
Nicht jede Fra­ge endet mit einer ein­deu­ti­gen Dia­gno­se. Oft ent­steht jedoch etwas eben­so Wert­vol­les: ein bes­se­res Ver­ständ­nis für das eige­ne Erle­ben und dafür, wie ver­schie­de­ne Ein­flüs­se zusammenwirken. 

Wie ist der Ablauf?

Erst­ge­spräch und Klä­rung Ihrer Fra­ge­stel­lung
Zu Beginn schau­en wir, wel­che Fra­gen Sie mit­brin­gen und was Sie genau­er ver­ste­hen möch­ten. Auch bis­he­ri­ge Dia­gno­sen oder dia­gnos­ti­sche Ver­mu­tun­gen bezie­hen wir mit ein.

Ent­wick­lungs- und bio­gra­fi­sche Ana­mne­se
Wir betrach­ten Ihre Ent­wick­lung von der Kind­heit bis heu­te. Dabei inter­es­sie­ren mich Ihre Wahr­neh­mung und Reiz­ver­ar­bei­tung, sozia­le Erfah­run­gen und Bezie­hun­gen. Wie haben Sie Ihre Schul­zeit erlebt? Wel­che Erfah­run­gen haben Sie mit Leis­tungs­an­for­de­run­gen gemacht? Wie gehen Sie mit Lan­ge­wei­le oder dem Auf­schie­ben von Auf­ga­ben um?
Wich­tig ist auch, auf mög­li­cher­wei­se lan­ge ver­bor­ge­ne For­men von Anpas­sung und Mas­king zu ach­ten. Belas­ten­de Lebens­er­eig­nis­se und mög­li­che trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen bezie­hen wir mit ein, um bes­ser zu ver­ste­hen, wie die­se Ihr heu­ti­ges Erle­ben und Ver­hal­ten zusätz­lich geprägt haben.

Ver­tie­fen­de dia­gnos­ti­sche Ana­mne­se
Je nach Fra­ge­stel­lung schau­en wir ein­zel­ne Berei­che genau­er an. Dabei beschäf­ti­gen wir uns zum Bei­spiel mit Fra­gen wie die­sen: Wie erle­ben Sie Kon­takt und Bezie­hun­gen? Wie wich­tig sind Rou­ti­nen und Vor­her­seh­bar­keit für Sie? Was geschieht, wenn Plä­ne sich ver­än­dern? Wie erle­ben Sie Auf­merk­sam­keit, inne­re Unru­he oder Impul­si­vi­tät? Was pas­siert bei Über­for­de­rung – wer­den Sie unru­hig, zie­hen Sie sich zurück oder ver­lie­ren Sie den Kon­takt zu sich selbst?
Auch die Reak­tio­nen Ihres Ner­ven­sys­tems und mög­li­che dis­so­zia­ti­ve Erfah­run­gen kön­nen dabei wich­tig sein.

Dia­gnos­ti­sche Ver­fah­ren
Je nach Fra­ge­stel­lung set­ze ich gezielt aus­ge­wähl­te Tests und Fra­ge­bö­gen ein. Wel­che dia­gnos­ti­schen Ver­fah­ren sinn­voll sind, rich­tet sich nach Ihrer indi­vi­du­el­len Fra­ge­stel­lung und den Erkennt­nis­sen aus unse­ren Gesprächen.

Ein­ord­nung und Abschluss­ge­spräch
Im abschlie­ßen­den Gespräch füh­ren wir die ver­schie­de­nen Ergeb­nis­se und gewon­ne­nen Erkennt­nis­se zusam­men.
Das eige­ne Erle­ben bes­ser ein­ord­nen zu kön­nen, kann ent­las­ten. Viel­leicht wird ver­ständ­li­cher, war­um man­ches so viel Kraft kos­tet oder war­um Sie in bestimm­ten Situa­tio­nen anders reagie­ren als ande­re Men­schen. Aus die­sem Ver­ständ­nis kön­nen neue Wege ent­ste­hen, mit den eige­nen Bedürf­nis­sen und Gren­zen umzu­ge­hen – und sich selbst mit mehr Akzep­tanz zu begeg­nen.
Gemein­sam bespre­chen wir, wel­che nächs­ten Schrit­te für Sie hilf­reich sein können.

Rah­men und Kos­ten
In der Regel umfasst die dia­gnos­ti­sche Abklä­rung fünf bis sie­ben Ter­mi­ne. Die Gesamt­kos­ten lie­gen meist zwi­schen 700 und 800 Euro. Bei deut­lich höhe­rem dia­gnos­ti­schem oder zeit­li­chem Auf­wand kön­nen zusätz­li­che Kos­ten ent­ste­hen. Die Dia­gnos­tik erfolgt auf Selbst­zah­ler­ba­sis.
Die Abrech­nung erfolgt nach der Gebüh­ren­ord­nung für Psy­cho­the­ra­peu­ten (GOP/GOÄ) auf Grund­la­ge der tat­säch­lich erbrach­ten Leis­tun­gen. In den Kos­ten sind die Gesprächs­ter­mi­ne, die ein­ge­setz­ten dia­gnos­ti­schen Ver­fah­ren und deren Aus­wer­tung, die dia­gnos­ti­sche Ein­ord­nung sowie ein schrift­li­cher Befund­be­richt ent­hal­ten.
Pri­vat­ver­si­cher­te kön­nen mit ihrer Ver­si­che­rung klä­ren, ob die Kos­ten über­nom­men werden.